Wie alles begann ......
Zur Jahrtausendwende wurde die bisherige Pachtstelle des Hofbesitzers Niemann in Ahausen (mit einigen Hektar Grund und Boden sowie Wohnhaus) Eigentum des Gastwirtes Bernhard Krüsselmann, Sohn des Hofbesitzers Krüsselmann aus Walsum.
Im Jahre 1902 heiratete er die Tochter des Hofbesitzer Niemann aus Ahausen, Bernhardine.
Beide waren derzeit alleinige Veranstalter des „Ahauser Scheibenschießen“.
Es wurden durch den Gastwirtschaftsbetrieb enge gesellschaftliche Kontakte zu angesehenen Bürgern aus Bersenbrück, Ankum und Umgebung geschlossen.
Diese wurden durch den Kolonialwarenladen (Hökelladen) und den Viehhandel der Krüsselmanns vertieft.
Die besten Voraussetzungen für die Gestaltung eines Schützenfestes waren gegeben.

Der Bersenbrücker Schützenverein von 1850 e.V. hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Bestand. Hier hatte sich eine aktive Schießgruppe gebildet, die regelmäßig übte.
Es ist nun nicht verwunderlich, dass auch aus diesem Kreis der beste Schütze beim „Ahauser Scheibenschießen“ im Jahre 1901 hervorging.
Der erste Schützenkönig, SM Hubert Glato,Bersenbrück war gefunden. Zur Königin nahm er Franziska Spratte.
1903 wurde Georg Raming der erste ortsansässige Schützenkönig von Ahausen-Sitter.
Von 1914 bis 1921 gab es keine Schützenfeste in Ahausen-Sitter. Der erste Weltkrieg schlug auch in Ahausen-Sitter tiefe Wunden.
1921 wurde dann das Königsschießen  beim Vereinswirt Krüsselmann in Ahausen wieder aufgenommen.
Jährlich konnte in Ahausen-Sitter ein neuer König proklamiert werden.
Der Schützenverein Ahausen- Sitter
Am 05. August 1928
wurde in der Gastwirtschaft Krüsselmann der „Schützenverein Ahausen-Sitter“ neu gegründet. Die Initiative ging vom damals amtierenden Vorstand des „Ahauser Scheibenschießen“ aus.
Bisher wurde vom jeweiligen Wirt der Gastwirtschaft „Krüsselmann“ ein Scheibenschießen organisiert und ein Vorstand bestimmt. Der Schütze mit der höchsten Ringzahl wurde zum König proklamiert.
Da sich Jedermann an diesem Schießen beteiligen konnte, war es zu einer sehr beliebten Veranstaltung für die Bürger der näheren Umgebung geworden.
Aus einem Original des Protokollbuchdes Schützenverein Ahausen Sitter , beginnend am 05.August 1928 geht hervor, dass nach einer Umfrage sich etwa 60 Personen zu einer Mitgliedschaft bereit erklärten. Der Entschluss zur Gründung eines Vereins war gefasst. Zur Gründerversammlung waren 25 „Mitglieder“ erschienen.
Die Versammlung wählte folgenden Vorstand:
Präsident:   Georg Raming sen., Sitter
Schriftführer u. Kassierer: Karl Vallo, Ahausen
Hauptmann:   Heinrich Usselmann, Ahausen
1.Fahnenoffizier:  Gerhard Pieper, Ahausen
2.Fahnenoffizier:  Josef Niemann (Ersatz:Bremke)
1.Fähnerich: Clemens Voss (Ersatz: Schlarmann)
2.Fähnerich: Heinrich Gramann, Sitter
1. Ordner:   Bernard Berens, Sitter
2.Ordner:  Ernst Johanning, Ahausen
3.Ordner:  Gerhard Wiemann, Sitter
Auditeur:    Hermann Timpe, Ahausen
Auch wurde an diesem Tage eine Satzung festgelegt, die detaillierte Richtlinien zum Mitgliedsbeitrag, Platzgeld, Antreten beim Schützenfest, Termine zu den Vor- und Nachschießen, dem Frühschoppen und diverse andere Einzelheiten  enthielt.
Die Zahl der Mitglieder betrug bei der Gründung des Vereins 67 Mitglieder.
Das erste Schützenfest feierte man am 11. u. 12. August 1928. Bereits nach diesen Festtagen wuchs die Mitgliederanzahl auf 93 .
1929
Auf der 1. außerordentlichen Versammlung ging es um die Teilnahme am 100-jährigen Jubelschützenfest am 14.Juli in Ankum.
Weiterhin wurde beschlossen, dass das eigene Schützenfest  jeweils am 2. Sonntag im August stattfinden soll.
Am 04.08.1929 wurden auf der Generalversammlung Regularien zwischen dem Vereinswirt und dem Verein beschlossen. Es ging um die Beschaffung des Zeltes, der Musik und deren Beköstigung , Platz- und Tanzgeld, wie aber auch Gewinnteilung und Zeitungsanzeigen.
Die Errichtung eines Kleinkaliberstandes wurde, nach Besichtigung durch den Landjäger Wilke aus Ankum, dem Vorstand übertragen.
Das Schützenfest feierte man am 12. u. 13. August.
Erstmalig wurden nach dem König sechs weiteren Schützen Ehrenmedaillen ausgehändigt, Ehren und Geldpreise wurden ausgeschossen, sogar ein „Damenschießen“ fand statt.
1930 Beschaffung einer Vereinsfahne
Auf der Generalversammlung vom 19.01.1930 wird beschlossen, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Die Frauen der Gemeinde sollten die Stickerei übernehmen.
Am 17.03.1930 ergibt ein Beschluß, das Angebot der Fa. C. Crone aus Ankum zum Preis von 425 Reichsmark anzunehmen. Es war das billigste von vier Angeboten.
Die Fahnenspitze wird von einem goldig geprägten Adler geschmückt. Frau Schiestl, gelernte Schneiderin, übernahm 1989, ehrenamtlich und kostenlos, die Erneuerung der Fahne. Alleine die Materialkosten für Goldfransen usw. betrugen über 500,-DM.
Die Organisation des Festes zur Fahnenweihe wurde dem Vorstand auf einer späteren Sitzung übertragen. Auf der Vorstandssitzung am 15.07.1930 wird die Festfolge zur Fahnenweihe festgelegt. Neben vielen anderen Rednern soll der Lehrer Vallo die Festrede auf dem Schützenplatz halten. Die Neue Fahne trägt den Wahlspruch des Vereins:
Treu zur Fahne – treu zur Heimat
Präsident Raming stiftete einen Fahnennagel, die Damen der Gemeinde überraschen den Verein mit der Überreichung des herrlichen Fahnenbandes mit Widmung.
Dem 100. Vereinsmitglied Franz Plohr, Ahausen, wird  eine Flasche „Hundertjähriger“ bewilligt. Am 06.08. 1930 beschließt der Vorstand, die Fa. Lampe, Ahausen, zu beauftragen, einen weiteren Kleinkaliber-Stand zu bauen.  Somit verfügte man dann inzwischen über 3 KK-Stände.
1934
27.05.1934, Generalversammlung im Gasthaus Krüsselmann
-  Die Schützenvereine werden von der Partei vereinnahmt.
   Sämtliche Schützenvereine haben sich dem Deutschen Schützenbund anzuschließen und dahin zu wirken,
   dass das Schützenfest ein Volksfest wird und der Schießsport im Verein gepflegt wird.
-  In jedem Verein ist das Führerprinzip einzuführen. Der Präsident wurde nun „Führer“ genannt.
1935
Auf der Generalversammlung gibt der Schriftführer bekannt, dass jeder Verein der eine Existenzberechtigung haben will, sich dem deutschen Reichsbund für Leibesübungen anzuschließen hat. Einer anderen Vereinigung braucht er nicht mehr anzugehören. Jeder Verein muss die vom Reichssportführer herausgegebene Einheitssatzung annehmen, falls er der Auflösung nicht verfallen will. Zudem sind in jedem Verein ein Dietwart, der sportliche Schulung der Mitglieder übernimmt und ein Werbewart, der die Ausgabe des Sportgroschen zu überwachen hat, zu ernennen. Weiterhin soll er für den Hilfsfond des Sportes
werben. Die Einheitssatzung ist einstimmig angenommen worden.
1936
24.05.1936,Generalversammlung
Der Vereinswirt Bernard Krüsselmann verstarb am 17.02.1936, die Mitglieder erheben sich um ihn zu ehren.
Der Bau eines neuen Schießstands wird für notwendig befunden und beschlossen. Dieser soll auf dem Gartengrundstück der Ehefrau Krüsselmann errichtet werden.
1937
Unter Bezuschussung von 20,-Reichsmark wird  unter Leitung des Bürgermeister Heinrich Usselmann der erste Grundstein für die Gefallenen des 1. Weltkrieg (1914/18) erstellt.
In einem Findling wurden die Namen der Gefallenen eingemeißelt. Sie sind am heutigen Ehrenmal zu lesen.
1939
Das letzte Schützenfest vor dem 2. Weltkrieg fand statt. SM Josef Kohne regierte mit Königin Maria bis 1949. Sie hielten die Königskette verborgen und bewahrten sie vor Kriegsschäden
1940
Am 30.06.1940 fand noch eine Generalversammlung statt.
Unter 11 Tagesordnungspunkten ist unter andern zu lesen, dass kein Beitrag erhoben werden soll, da ein Fest wohl nicht stattfindet.
Beschlossen hatte man jedoch auch, dass jedem im Felde stehenden Schützenbruder ein Päckchen zuzuschicken sei. Eine Spende werde von den Schützenbrüdern in der Gemeinde eingesammelt.
1949 – Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg
Die erste Generalversammlung am 09.07.1949 nach dem 2. Weltkrieg fand in der Gastwirtschaft Heidemann statt. Das Vereinslokal Krüsselmann war noch nicht wieder eröffnet.  „Der Vereinsführer“ konnte nun endlich wieder Präsident genannt werden.
In einer späteren Vorstandssitzung wurden Vorbereitungen für das Fest geregelt. Dieses fand dann erstmalig auf dem Hofe Usselmann statt. Geschossen wurde mit der Armbrust, Gewehre waren noch verboten.
1950
Gewehre waren wieder zugelassen,das Fest fand wieder beim Vereinswirt statt.
Antreten sämtlicher Schützenbrüder auf dem Festplatz mit geschmückter Kopfbedeckung und Spazierstock.
1951
Eine Vorstandssitzung ergibt, dass alle Vorstandsmitglieder neue Schützenhüte auf eigene Kosten anzuschaffen haben.
1960
Das Ehrenmal beider Weltkriege wird neu errichtet. Der Schützenverein gewährt einen Zuschuss von
800,-DM. Im November 1960, Volkstrauertag, wurde die Einweihung durch Pfarrer Keßler vorgenommen.
Der Wunsch des Präsidenten Georg Raming, sich hier alljährlich am Volkstrauertag zu versammeln, ist bis heute realisiert worden.
1961   ASIWA, das Reich der Mitte  - ein neuer Name entsteht
Zwischen Ankum und Bersenbrück gelegen, schaffte es der Schützenverein, die Ortsteile Ahausen und Sitter (seinerzeit zusammen eine Gemeinde), mit Walsum, welches Ortsteil der damaligen Gemeinde Rüssel war, zu verbinden. Ein einheitliches Ganzes war geschaffen. Der Name “ASIWA” war geboren.
Auf dem Frühschoppen in diesem Jahr brachten der Bersenbrücker und Ankumer Schützenvereine nach dem dreifachen Horrido je einen Horrido-Zusatz.
Unser Präsident Hermann Buschermöhle ließ es sich nicht nehmen, darauf zu „antworten“ und ließ mit seinem Vorstand kurzerhand ein dreifach kräftiges “Horrido-Horrido-Horrido, Hussa-Hussa-Hussasasa, immer noch ASIWA” verlauten.
Trotz der Bedenken anderer Vereine, ASIWA könne keine lange Lebensdauer haben, hat der Verein, wie auch der Zusatzruf, noch heute seinen festen Bestand.
Rüssel und Walsum waren seither voll integriert und bringen sich als Mitglieder oder durch Vorstandsarbeit vollständig ein.
Willi Rune entwarf in seiner 10-jährigen Dienstzeit als Sekretär Plakatwerbung , Briefkopf und Werbetafeln mit dem Namenszug „ASIWA“ in geschmackvoll ansprechender Weise, die auch heute noch Bestand haben.
1968   Neubau einer Schützenhalle
Die bereits seit langem bestehenden Schießstände hatte in den Kriegsjahren arg gelitten, die Überdachungen waren undicht und der Boden bestand noch aus Sand.
Der Präsident Theo Gramann und SM Bernard Johanning mobilisierten den Vorstand und die Mitglieder. Im Einvernehmen mit dem Vereinswirt Ernst Krüsselmann beginnen die Arbeiten zum Neubau bald ausschließlich durch Eigenleistung der Mitglieder
Die seinerzeit noch eigenständige Gemeinde Ahausen-Sitter bezuschusste den Bau mit 1000,-DM.
In weiser Voraussicht schloss dann der Verein 1974 einen notariellen Nutzungsvertrag mit dem Vereinswirt, der die Benutzungsrechte, Zuwegung, Festgestaltung etc. auch noch bis heute regelt.
Die aus Eternit bestehende Dacheindeckungkonnte 1986 durch eine alubeschichtete ersetzt werden. Die Stadt Bersenbrück übernahm einen erheblichen Kostenanteil.
1988 konnten inzwischen dringend notwendig gewordene Toilettenanlagen fertig gestellt werden. Der Kostenaufwand hierfür war sehr hoch. Durch die Bemühungen des Schriftführer Willi Rune und Ratsherrn Theo Möller konnte wiederum die Stadt Bersenbrück zur Übernahme eines erheblichen Kostenanteil überzeugt werden.
1996 konnte ein geräumiger Durchgang zum Schützenplatz, sowie ein Anbau geschaffen werden, in dem sich Garderobe, Küche und ein Sitzungszimmer befinden. Der Durchgangsbalken aus massiver Eiche wird vom Wahlspruch des Vereins geziert. Er lautete:  “Treu zur Fahne -  Treu zur Heimat”.
Insgesamt bietet die Schützenhalle ASIWA etwa 80 Personen Platz und kann von Vereinsmitgliedern für Feierlichkeiten gemietet werden.
1970 Einführung des Karneval
Wohl in dieser Zeit entstand der Karneval in ASIWA. Präsident Hermann Buschermöhle und Vorstandsmitglied Ernst Fißmann waren in den Anfangsjahren vorbildlich für den Kinderkarneval tätig. Samstags vor Fastnacht ziehen die Kinder, Betreut durch Eltern und Schützenvorstand durch die Wohngebiete und werden von den Einwohnern mit Süßem bedacht. Mit einem lautem „ASIWA-Helau“ bedanken sich die Kinder immer wieder.
In den 80er Jahren trat Rudi Fißmann in die Fußstapfen seines Vater und wurde als Discjockey und Unterhaltungskünstler einer der beliebtesten Animateure. Am Abend des Samstag findet dann ein Tanz mit Verkleidung für die „Großen“ statt.
1979
Unstimmigkeiten im Vorstand, die auch viele Mitglieder erfaßten, führte den Verein im Frühjahr 1979 in die Krise. Die letzten Präsidenten waren durch das Erringen der Königswürde von ihren Ämtern befreit worden. Die Anfang März anberaumte Generalversammlung löste sich selbst auf. In der Vorzeit war es versäumt worden, eine Satzung zu erstellen, die für die innere Ordnung im Verein hätte sorgen können. Richtlinien aus dem Jahr 1928 waren inhaltlich nicht mehr bekannt und die 1934 staatlicherseits eingeführte Einheitssatzung war ebenfalls nicht mehr vorhanden. Diese wäre sicherlich auch nicht mehr zeitgemäß gewesen. Der Schützenverein hatte somit einen satzungslosen Zustand, worin die Krise seinen Ursprung
fand. Auf vorgenannter Generalversammlung fand diese Krise ihren Höhepunkt, als ein Vereinsmitglied die Auflösung des Vereins beantragte.

Diese Forderung gab Anlaß dazu, einen Übergangsvorstand zur Ausarbeitung einer Satzung zu benennen. Acht Mitglieder, zu denen auch Hermann Wesselkämper als treibende Kraft gehörte, waren dazu bereit und stellten in nur vier Sitzungen binnen sechs Wochen eine neue Satzung vor.
Auf einer neu anberaumten außerordentlichen Generalversammlung am 19.05.79 wurde diese Satzung angenommen, verabschiedet und in Kraft gesetzt.

Laut dieser Satzung gehören dem Vorstand außer 15 Mitgliedern, der Präsident, die Majestät und
Ex-Majestät an. Jedes Jahr scheiden drei Mitglieder aus, drei neue Vorstandsmitglieder werden auf der Generalversammlung neu gewählt. Die Wahlperiode dauert 5 Jahre. Eine einmalige Wiederwahl ist, wie auch bei dem Präsidenten, möglich. Werden Präsident oder ein Vorstandsmitglied Schützenkönig, erfolgt auf der nächsten Generalversammlung eine Ergänzungswahl.

 Hermann Wesselkämper wurde zum neuen Präsidenten des Schützenvereins gewählt. Er trat dieses Amt dann im Herbst 1979 an. 1983 entwarf Hermann Wesselkämper für den Vorstand eine Sitzungsordnung, die von diesem angenommen wurde und noch bis heute Bestand und Gültigkeit hat. Der Schützenverein “ASIWA” fand in Hermann Wesselkämper für 10 Jahre einen Präsidenten, durch den der Verein wieder Führung, Halt und Ordnung erfuhr.
1985
Monika Birnbrich berichtet im März 1985 von der Gründung des Damenschießclub. Als Schriftführerin war sie seit Gründung mit dabei. Die damalige Königin Brigitte Rechtien übernahm den Vorsitz.
SM Georg Rechtien gelang es in seinem Regentenjahr, den Vorstand von der Gründung zu überzeugen. Am
22.03.1985 war die Gründerversammlung. Georg Buschermöhle als Schießmeister des Verein betreute die Damen beim 2-maligen Übungsschießen im Monat. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Beim  Weichnachtsschießen Ankum erwarben sie nicht nur den Pokal, sondern auch einen Hasen. Weitere Erfolge sind zu verzeichnen.
1995 Der Stammbaum
Der sprießende Baum ist aus schwedischem Halmstadt Granit. Steinbildhauer Bernd Felker Osnabrück entwarf ihn und stellte ihn 1995 fertig. Die aus Anröchter Dolomitstein gefertigten Blätter werden durch die gravierten Messingplatten der Majestäten geziert.
Die Schützenbrüder Rudi Birnbrich, Walter Harmeling, Alfons Schmidt und Karl Harmeling fertigten die meisterhafte Hintergrundwand.
1997 Kinderkönig
Erst seit dem Jahr 1997 wird auch in ASIWA eine Kindermajestät ausgeschossen. Wohl durch das Drängen der Kinder konnte dieses Schießen auch in unserem Verein nicht mehr fehlen. Den Kindern jedoch ist es vorbehalten, mittels Luftgewehr, dem Adler die Ehren zu nehmen. Mit dem Meisterschuß wird  dann der Rumpf des Adlers in den Staub des Reiches der Mitte befördert. Ein neuer König geht hervor. Schauen sie sich das Leuchten der Augen von Eltern und Großeltern an, wenn einem jungen Mitstreiter dieser Meisterschuß gelingt. Vorstandsmitglied Georg Buschermöhle ist seither der „Kinderkönig-Macher“.
2001 Jubiläumsjahr
ASIWA wird 100 Jahre alt. Mit einem Jubelschützenfest vom 18. bis 20. August 2001 wurde dieses Bestehen gebührend gefeiert. Präsident Rainer Feldmann ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit dem Vorstand das Jubelfest zu planen und gestalten.
Die Schützenvereine aus der Nachbarschaft Druchhorn, Ankum und Bersenbrück waren geladen. Zusammen mit dem  Trompetenkorps „Rote Heide“ aus Bersenbrück, der Gehrder Blaskapelle und dem Unterhaltungsorchester„Arkade“ der Kreismusikschule wurde ein großer Umzug durch die gesamte Gemeinde gemacht. Alle Anwohner hatten die Straßen festlich geschmückt, so dass bei bestem Wetter und guter Laune alle auf ihre Kosten kamen. SM Werner Schröder (2000) wurde in einer drei-spännigen Kutsche gefahren. In diesem Jubeljahr ging Hermann Gumbert aus der Gemeinde als Schützenkönig hervor. Er nahm seine Frau Christa zur Königin.
Zum Tanz an den Festabenden spielte, wie schon seit vielen Jahren, die Tanzband „EMPIRE“ in Starbesetzung. Der Frühschoppen und der Montagabend wurden durch die  Tanz- und Stimmungskapelle „Blue Monday“ unterhalten.
Zum Anlass des Jubelschützenfestes wurden ca. 100 Gedenk-Medaillen auf den Schießständen verschossen, so dass an den Schießständen reger Betrieb herrschte. Noch heute tragen die Erwerber diese Medaillen mit Stolz.
Eine Festschrift „ 100 Jahre Schützenfest ASIWA“ wurde mit viel Aufwand, Mühe, Fleiß und Engagement von Mitgliedern des Schützenverein geschrieben. Diese wurde pünktlich zum Jubelfest fertiggestellt und ist auch heute noch beim Vorstand erhältlich.
Nach den „tollen Tagen“ wurde ein Helfer- und Veranstalterfest auf dem Dorfplatz gefeiert. Auf diese Weise bedankte sich der Schützenverein gebührend bei allen Mitwirkenden.

In den Jahren 2002 bis 2004 waren keine nennenswerten Ereignisse.

2005

Auf dem Schützenfest 2005, am Samstag Abend,  trat plötzlich und überraschend der amtierende Präsident Rainer Feldmann zurück. Vizepräsident Hans Albers übernahm in dieser  Situation den Posten des Präsidenten kommissarisch.

Auf der darauf folgenden Generalversammlung im März 2006 wurde er dann von der Generalversammlung zum neuen Präsidenten gewählt.

2006

Da aufgrund der undichten Wände immer öfter Wasser in den Luftgewehrstand eindrang, wurde es im Frühjahr 2006 dringend erforderlich diesen trocken zu legen. Die Wand wurde von außen per Folie abgedichtet und  unterhalb der Sohle eine Dränage  verlegt.

2007

Seit langen Jahren wurde das Jugendschießen aus den Augen verloren.

Am 03.07.2007  gelang es , unter der Führung von Frank Birnbrich und mit Unterstützung  von Klaus Vormbroke und Christian Gumbert  das Jugendschießen wieder aufleben zu lassen.   Fortan wird das Trainingschießen jeweils Dienstags  durchgeführt.

Durch neue Gesetzesänderungen wurde es auf Dauer erforderlich den in die Jahre gekommenen KK-Stand zu modernisieren. Deshalb begann im Herbst 2007 zunächst die  Erneuerung des Geschossfang .

2008

Im Frühjahr 2008 wurde auf dem  KK-Geschossfang eine  Halle errichtet, um vereinseigene Gerätschaft endlich vor  Ort lagern zu können.

Anschließend wurden  die Gewehrauflagen für den KK-Schützen außerhalb der Halle gelegt und die Bedachung dafür erneuert und verlängert. Die bisherige Schießbrüstung konnte mittels Fenstern und Tür geschlossen werden,  um dadurch in der Halle jederzeit  eine angenehme Wärme  zu erzielen .

Nach diesem Umbau  erfolgte die erforderliche behördliche Abnahme.

Nach mehrjähriger Pause konnten nun auch die Damen erneut motiviert werden. Ein erstes Schießen fand am 02.04.2008 statt.  Gemeinsam trainieren die Damen nun für Wettkämpfe. Die Damenschießgruppe wird derzeit geleitet von Corinna Harmeling und Elsbeth Timpe.

 

Im Mai 2008 erneuerte der langjährige Kinderkönigsmacher Georg Buschermöhle zusammen mit seinem Schwiegersohn Matthias Deilen den Kugelfang es Kinderkönigsstandes.

Nach dem Schützenfest im Jahr 2008 wurden die alten Luftgewehrauflagen sowie die festen Schreiberpulte  entfernt und gegen abbaubare Auflagen ersetzt. Ein Holzpfeiler der seit Jahrzehnten in der Halle direkt vor dem Tresen stand, wurde herausgenommen und durch eine runde Stahlstange auf dem Tresen ersetzt.

Aufgrund  vorgenannte Umbaumaßnahmen erlangte man nun in der Halle erheblich mehr Freiraum,  jedoch auch  ein unschönes Bodenbild.  Die mit Beton aufgefüllten Bodenvertiefungen sowie die 3 verschiedenen Fliesenflächen in der Halle mußten optisch unbedingt verändert werden.

2009

Um ein einheitliches Bild in die Halle zu bekommen wurden durch unserem Vereinsmitglied Helmut Büscher und unserem Präsidenten Hans Albers in der gesamten Halle, Luftgewehrstand sowie dem Vorflur neue Fliesen gelegt. 

Vor der kleinen Halleneingangstür wurde neu gepflastert, die Stufen konnten entfernt werden.

2010

Im Rahmen der Umbaumaßnahmen zum KK-Stand war das Hallendach inzwischen teils erneuert worden.  Zu Ende Mai, Anfang Juni wurden die restlichen Dachflächen demontiert und durch hochwertigeres Material ersetzt. Zeitgleich konnte eine Abluftanlage eingebaut werden. Eine Lautsprecheranlage  mit Funkmikrofon baute Andreas Schmidt im Juli in der Halle ein.

2011

Da es für die Luftgewehrautomaten keine Ersatzteile mehr gab und bereits 2 Automaten nicht mehr brauchbar waren, entschied der Vorstand eine computergesteuerte Luftgewehrschießanlage anzuschaffen. Durch den Einsatz einiger Vorstandsmitglieder und den Jugendschießwarten konnte die Anlage rechtzeitig zum Osterschießen in Betrieb genommen werden.

2012

Um die zukünftigen Kassierer bei der immer mehr gewordenen Bürokratie zu entlasten wurde auf Vorschlag des amtierenden Kassieres Alexander Hummert auf das modernere Dauerkartensystem umgestellt.

2013

Da auch die KK Anlage nicht mehr zu reparieren war, wurde entschieden, auf eine computergesteuerte Anlage umzustellen.

2014


2015

Kurz vor der Generalversammlung starb der amtierende Präsident Hans Albers nach langer schwerer Krankheit.

Daraufhin wurde die Generalversammlung um 6 Wochen verschoben und das Osterschießen komplett abgesagt. Bevor Hans Albers gestorben ist, war es sein Wunsch, dass vor der Schützenhalle ein Fahnenmast aufgestellt wird, an dem zu Schießveranstaltungen und natürlich zum Schützenfest eine Freundschaftsfahne wehen soll. Sein Stellvertreter Ulrich Krüsselmann konnte ihm noch einen Rohentwurf einer Fahne zeigen, den er sehr gut fand. Vorstandsmitglied Alexander Hummert digitalisierte diesen Entwurf. Somit wurde dieses Projekt vor dem Schützenfest in die Tat umgesetzt. Am Schützenfest wurde die Fahne im Beisein der Nachbarvereine durch Pastor Stolte aus Ankum gesegnet.


Auf der Generalversammlung musste nach dem Tod von Hans Albers ein neuer Präsident gewählt werden. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde Ulrich Krüsselmann zum neuen Präsidenten gewählt.


Das Schützenfest 2015 hatte mit extremen Wetter zu kämpfen. Am Sonntag Abend fiel soviel Regen innerhalb weniger Stunden, dass kurzzeitig überlegt werden musste, ob das Schützenfest Abends abzubrechen ist. Die Proklamation konnte jedoch mit etwas Verspätung stattfinden.



Fortsetzung folgt


Nachwort:
Ausschließlich den Verfassern der Festschrift „100 Jahre Schützenfest ASIWA“ ist es zu verdanken, eine solche geschichtliche Entwicklung über unseren Schützenverein ASIWA zu erstellen. Meine eigenen Erkenntnisse reichen hierfür nicht im Entferntesten aus. Mein Dank gilt insbesondere denen, die sich mit viel Fleiß und Arbeit, Recherchen und Zeitaufwand um diese Aufzeichnungen bemüht haben. Namentlich sind hier insbesondere Hermann Wesselkämper, Herbert Schiestl, Karl Harmeling, Günter Hugenberg und Rainer Feldmann zu erwähnen.
Auch heute noch ist diese Festschrift beim Vorstand des Vereins erhältlich.
Der Tradition, Geselligkeit und Heimat war und ist der Schützenverein ASIWA jederzeit verbunden. Möge der Verein in diesem Sinne noch endlos viele Jahre weiter bestehen.

Schützenverein ASIWA 2016